Hand dreht Würfel und ändert das deutsche Wort "Barriere" (Barriere) in "Barrierefrei" (barrierefrei).

2. Voll barrierefrei? – Checke deine Umwelt!

Viele Menschen werden durch Barrieren ausgegrenzt. Diese Barrieren sind zum einen die Vorurteile und das daraus entstehende Verhalten gegenüber bestimmten Personengruppen, zum anderen sind es aber auch zum Beispiel Gebäude mit vielen Treppen, in denen Menschen mit Behinderungen sich nicht fortbewegen können. Es sind Museen, die keine Beschriftung in Blindenschrift anbieten oder das Anfassen verbieten, sodass blinde Menschen keine Informationen bekommen. Auch Filme, die nicht mit Untertiteln und lautsprachlicher Begleitung vorliegen, sind unüberwindbare Hürden: Denn blinde und gehörlose Menschen können sie nicht verfolgen.

Video 2.1: Was sind Barrieren und wie entstehen sie? Inklusion. Einfach erklärt - mj kreativ, Sascha Müller-Jänsch im Auftrag der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Gefördert von Aktion Mensch e.V.

Perspektivwechsel: Wie nehmen Menschen mit Behinderungen ihre Umwelt wahr?

Viele Barrieren nehmen wir erst gar nicht wahr, weil wir uns in die Situation von Menschen mit Behinderungen nicht hineinversetzt haben. Hier hast du die Möglichkeit zu erleben, wie Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen ihre Umwelt wahrnehmen.

Startbild des Online-Spiels "Zug in Sicht" der Woche des Sehens mit Logo der Woche des Sehens und der Förderer Aktion Mensch und Zeiss
Das Online-Spiel der Woche des Sehens

Wie finde ich mit einem „Tunnelblick“ meinen Weg durch einen Bahnhof? Wie kann ich einen Fahrkartenautomaten bedienen, wenn ich sehr unscharf sehe? Im Online-Spiel der Woche des Sehens "Zug in Sicht" kannst du erfahren, welche unterschiedlichen Herausforderungen drei verschiedene Seheinschränkungen mit sich bringen.

Barrieretypen

Nachdem du die Perspektive von Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen eingenommen hast, erfährst du nun, welche verschiedenen Formen von Barrieren es gibt, die zu ihrer Ausgrenzung beitragen. Dazu findest du ein paar Beispiele für unterschiedliche Behinderungsarten aufgelistet (Körper-/Seh-/Hör-/Lernbehinderungen).

Icon eines Videos mit Untertiteln

Technische Ausstattung:

  • Keine visuellen Signale und Informationen für gehörlose Menschen
  • Keine barrierefreien Texte und Bilder auf Webseiten für sehbehinderte Menschen
Icon einer Treppe

Bauliche Hindernisse:

  • Treppen für Menschen im Rollstuhl
  • Fehlendes Blindenleitsystem
Icon von Personen mit der richtigen Einstellung

Ausbildung & Personal:

  • Nicht genügend ausgebildete Lehrkräfte
  • Fehlende sonderpädagogische Fachkräfte
Icon einer Person im Rollstuhl und einer stehenden Person, die sich einen Ball zuwerfen

Barrieren in den Köpfen:

  • Vorurteile
  • Fehlende Beachtung von Menschen mit Behinderungen in der Gesetzgebung

Aufgabe 1: Wie barrierefrei ist eure Schule?

Untersucht, wie barrierefrei eure Schule ist. Überlegt euch zunächst mit Hilfe der obigen Liste Kriterien, anhand derer ihr die Barrierefreiheit eurer Schule überprüfen könnt. Fallen euch noch weitere Beispiele und Kriterien ein? Notiert diese in einer Tabelle und schreibt zu jedem Kriterium, ob es teilweise, gar nicht oder vollständig erfüllt ist und begründet eure Bewertung. Die Tabelle könnt ihr hier zur Ergebnissicherung hochladen.

Tipp: Versetzt euch in unterschiedliche Menschen mit Behinderungen hinein. Geht mit verbundenen Augen oder Lärmschutzkopfhörern durch die Schule. Nutzt alternativ einen Rollstuhl.

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Bauliche Ausstattung gar nicht erfüllt teilweise erfüllt vollständig erfüllt Begründung für die Bewertung
Man kann das Gebäude ohne Stufen betreten oder verlassen.

Aufgabe 2: Bedeutung Karikatur

Beschreibe die untenstehende Karikatur. Arbeite heraus, was hier das Problem ist und erläutere, worauf der Zeichner der Karikatur aufmerksam machen möchte.

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Zu sehen sind ein Hund und ein Rollstuhlfahrer, die vor einem Eingang stehen, der nur über eine Treppe erreichbar ist. Am Eingang hängt ein Schild mit dem Bild eines Hundes und der Aufschrift "ICH MUSS DRAUßEN BLEIBEN". Der Hund fragt den Rollstuhlfahrer: "Du auch?"
Abbildung 2.1: Karikatur von Phil Hubbe aus der Reihe „Behinderte Cartoons“

Zusatzaufgabe


Karikatur
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Aufgabe 3: Weitere Barrieren

Welche Barrieren behindern Personen, die aufgrund eines anderen Merkmals ausgegrenzt werden, z.B. Menschen, die erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind und Schwierigkeiten mit der Sprache haben oder Menschen mit einer bestimmten Religionszugehörigkeit? Beschreibe, welche Barrieren dies Seiten sein könnten und, ob es erste Bemühungen in der Gesellschaft gibt, diese zu überwinden.

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Drei Menschen stehen vor einem Fahrkartenschalter, der sehr weit oben angebracht ist. Einer dieser Menschen hat Mikrosomie (Kleinwuchs), führ ihn ist der Fahrkartenschalter offensichtlich nicht erreichbar. Die Zeichnung verdeutlicht, dass Menschen mit Behinderung im Alltag häufig nicht darunter leiden, dass sie behindert sind - sondern darunter, dass sie behindert werden, indem sie im Alltag immer wieder mit Barrieren konfrontiert werden.
Abbildung 2.2: Behindern ist heilbar

Aufgabe 4: Auf Barrieren aufmerksam machen

Überlegt euch in Gruppenarbeit eine Aktion, um andere Menschen auf Barrieren für Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen. Untenstehend seht ihr das Beispiel einer Zeichnung, die für eine Plakataktion genutzt werden könnte.

Gestaltet ein Plakat oder eine Collage, schreibt einen Brief an eure Schulleitung oder organisiert im Schulhof eine Mini-Demo. Habt ihr vielleicht noch eine andere kreative Idee? Hier könnt ihr die Ergebnisse eurer Aktion als Datei (Foto, Video oder Office-Dokument) hochladen.

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