Einführungsbild: Zwei Mädchen sitzen an Schultischen. Das Mädchen auf der linken Seite schaut konzentriert, das Mädchen auf der rechten Seite kratzt sich am Kopf.

1. Voll vorurteilsfrei – Was geht in deinem Kopf ab?

Das Gruppenfoto

Aufgabe 1: Karikatur

Beschreibe die Karikatur:

  • Was siehst du?
  • Welche ersten Gedanken hast du?
  • Worauf möchte der Karikaturist aufmerksam machen?

Für diesen Baustein ist eine Anmeldung erforderlich

Anmelden

(Vor-)Urteile

Wir alle denken in Kategorien.
Das heißt: Alle Menschen sortieren Dinge und Personen in Gruppen ein.
Das macht unser Leben einfacher.
Es hilft uns, Informationen besser zu verstehen.
Wir ordnen Personen zum Beispiel diesen Gruppen zu:

  • einem Geschlecht
  • einem Alter
  • einer Hautfarbe

Diese Kategorien sind meist nicht neutral.
Es sind Bewertungen.
Bewertungen sind Urteile oder Meinungen über Personen-Gruppen.
Diese Bewertungen sehen wir an verschiedenen Stellen:

  • in Filmen
  • in Büchern
  • in Zeitschriften
  • bei Gesprächen im Alltag

Wir vereinfachen und verallgemeinern Eigenschaften von Personen.
Dafür nutzen wir Stereotype. Zum Beispiel: "Alle Italiener essen täglich Nudeln."

Wenn wir Stereotype nicht hinterfragen, entstehen Vorurteile.

Ein Vorurteil ist eine meist negative Meinung.

Sie ist mit Gefühlen verbunden, wie zum Beispiel Angst.

Aufgabe 2: Kategorien

Nimm dir eine Minute Zeit.
Denke nach: Welche Personen ordnest du einer Kategorie zu?
Erkläre, welche Vorurteile hinter diesen Kategorien stecken.
Erkläre auch, wie Vorurteile deine Meinung gegenüber den genannten Personen beeinflussen können.

Für diesen Baustein ist eine Anmeldung erforderlich

Anmelden
Portraitbild von Raúl Krauthausen
Abbildung 4.1: Raúl Krauthausen, Aktivist für Inklusion und Botschafter der Christoffel Blindenmission
Personen stiegen in einen Bus ein.
Eine Frau setzte sich mir gegenüber.
Sie schaute mich lange an.

Dann fragte sie mich:
„Was haben Sie denn?“
Ich antwortete:
„Ich habe Glasknochen.“

Glasknochen ist eine Krankheit.
Die Krankheit macht die Knochen schwach.
Sie können viel leichter brechen.

Die Frau hält sich die Hand vor den Mund.
Sie sagte:
„Das tut mir aber leid für Sie.
Wie schrecklich.
Geht das irgendwann wieder weg?“

Ich versuchte, mich zu erklären.
Ich brauche kein Mitleid.
Mir geht es gut.
Auch mit meiner Behinderung.

Mein Leben ist manchmal ein bisschen anstrengender.
Mit Behinderung als ohne.
Aber mein Leben ist schön.

Jede Person hat Probleme.
Das ist okay.

Ich möchte kein Mitleid.
Oder gesund sein.
Ich möchte gern weniger Barrieren.
Und Respekt und Anerkennung.
Wie für andere Menschen auch.

Ich bin behindert.
Es gibt Dinge,
die ich einfach nicht kann.

Meistens macht die Umwelt mich behindert.
Durch Gesetze, Barrieren in Häusern und auf Straßen.
Und durch Vorurteile.

Die Leute sollen sich mit dem Thema Behinderung beschäftigen.
Das wünsche ich mir.
Sie sollen das verstehen.
Behinderung ist kein Weltuntergang.
 Ein Weltuntergang ist eine Situation.
 Alle Menschen sterben.
 Die Erde wird zerstört. Quelle: Raúl Krauthausen

Aufgabe 3: Schon einmal darüber nachgedacht?

Notiere die Wünsche, die Raúl Krauthausen für den Umgang mit Menschen mit Behinderungen hat.
Erläutere, was du über die Meinung von Raúl Krauthausen denkst.
Beschreibe, was dich in seiner Situation ärgern würde.

Für diesen Baustein ist eine Anmeldung erforderlich

Anmelden

Diskriminierung

Vorurteile können konkrete Handlungen werden.

Wenn dies passiert, spricht man von Diskriminierung.

Das passiert aus Angst oder einem Gefühl von Überlegenheit.

Diskriminierung grenzt Menschen aus.

Mehrfachdiskriminierung

Manchmal werden Menschen aufgrund mehrerer Merkmale diskriminiert.

Typische Faktoren für Diskriminierung sind:

  • Alter
  • Geschlecht
  • sexuelle Orientierung
  • ethnische Herkunft
  • Behinderung
  • Religion

Aber alle Menschen haben das Recht, dass ihre Mitmenschen sie als Mensch beachten.
Dabei sind die Merkmale nicht wichtig.

Wir lernen einen Menschen kennen.
Und wir sehen: Der Mensch ist ganz anders, als wir vorher dachten.

Es gibt nur Menschen mit ihrer eigenen Persönlichkeit. Quelle: bpb, UN-Behindertenrechtskonvention

Aufgabe 4: Ausgrenzung

Benenne: Welche Menschen in deinem Umfeld sind besonders von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen?

Erläutere: Warum grenzen Menschen andere aus? Was macht das mit den ausgeschlossenen Personen?

Für diesen Baustein ist eine Anmeldung erforderlich

Anmelden

Aufgabe 5: Was gegen Diskriminierung tun?

Was können Politiker/-innen, die Schulen oder die betroffenen Personen selbst oder du persönlich dagegen tun?

Erstelle dazu eine Mindmap mit den einzelnen Personen(gruppen) und ihren Maßnahmen gegen Diskriminierung.

Hier kannst ein Foto oder eine Datei mit deiner Mindmap hochladen.

Für diesen Baustein ist eine Anmeldung erforderlich

Anmelden

Zusatzaufgabe


Film „The Interviewer“
unfold_more
menu
chevron_left chevron_right